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Erfolgreiches Gespräch zwischen Arzt und Patient entscheidet über Behandlungserfolg

Jul 2013 04

Studien belegen: Ärztliche Information bleibt zu oft unverständlich. Seminar von Kock + Voeste macht Ärzte fit im patientenorientierten Beratungsgespräch

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Stephan Kock, Geschäftsführer der Kock + Voeste GmbH


Berlin/Aachen. Bedarfsorientierte Beratung und gute Arzt-Patienten-Gespräche sind in der Praxis oft Fehlanzeige, klagen Fachleute. Das Kommunikationsseminar „Schweigen ist Silber“ von Kock + Voeste in der Handwerkskammer Aachen am Mittwoch begeisterte zahlreiche Ärzte und Zahnärzte mit praxisnahen Leitfäden für gelungene Beratungsgespräche.

Ärztliche Information ist für Patienten unverständlich

Im EU Health Literacy Survey heißt es, rund 40 Prozent der Menschen in Deutschland verstehen schriftliche Gesundheitsinformationen nicht. Ein Fünftel der dafür befragten Menschen hat von sich selbst den Eindruck, dass es ihnen schwer fällt, medizinische Informationen zu verstehen, die sie von ihren Ärzten erhalten. Forscher vermuten, dass dies auch an der Art der Aufklärung liegt - und an fehlender Emotion.

Experten fordern eine neue Gesprächskultur bei Ärzten
"Wir brauchen keine rein rationalen Aufklärungsgespräche, sondern Beratungsgespräche. Wir müssen von der Informationsqualität zu einer Interaktionsqualität kommen.", forderte der Medizinwissenschaftler Professor Michael Ewers, Charité, auf einem Kongress vom Verbraucherministerium (BMELV).

Patientenkommunikation stellt Mediziner vor Herausforderungen
Gerade weil die Patientenkommunikation Medizinern oft große Schwierigkeiten bereitet, erfreute sich das am Mittwoch von der apoBank Geschäftsstelle Aachen veranstaltete Seminar "Schweigen ist Silber“ besonders regen Zuspruchs. Egal ob IGeL oder Aufklärungsgespräch - Patienten erwarten professionelle Beratung. Referent Stephan Kock, Geschäftsführer der marktführenden Beraterspezialisten für Heilberufe Kock + Voeste, vermittelte anschaulich und sehr praxisnah, was patientenorientierte Beratung bedeutet und wie sie umzusetzen ist.

Die richtigen Fragen stellen und gut zuzuhören, ist ein wichtiger Schlüssel
„Beraten heißt eben nicht überreden“, betont Kock. „Ein Patient möchte auch nichts verkauft bekommen, sondern erwartet von seinem Arzt ganzheitliche, bedarfsorientierte Beratung - zu Recht.“ Dazu muss der Arzt zunächst herausfinden, worin der Bedarf des jeweiligen Patienten liegt. „Dies gelingt nur im Dialog“, so Kock, „und nicht in einem Gespräch, bei dem nur einer redet. Wer die richtigen Fragen stellt, bekommt lohnende Antworten.“  Jeder Arzt hat pro Patient nur wenige Minuten Zeit. Doch entscheidet ein erfolgreiches Gespräch zwischen den beiden über den Behandlungserfolg.

„Keine abgehobenen Theorien, sondern praxisnahe Gesprächstechniken“, so eine begeisterte Seminarteilnehmerin. Egal ob es sich um IGeL-Leistungen oder Patientenrecht dreht, jetzt freue ich mich auf mein nächstes Patientengespräch.“